Sender-Reichweite

Hinweise zur Verbesserung der Reichweite.

Gelegentlich kommt es vor, dass die Empfänger nicht die gewünschte Reichweite haben. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Lesen Sie sich dann die folgenden Hinweise aufmerksam durch. Rufen Sie mich gerne an, wenn Sie Fragen haben.

Wenn Sie einen Batterie-Empfänger haben

Der Funkgongempfänger empfängt am besten und am weitesten mit vollen Batterien. Diese sollten etwa 6 bis 12 Monate halten. Aber spätestens dann, wenn der Ton des Gongs sich verändert, leiert oder plärrt, dann sollten die Batterien erneuert werden. Mehr zu Batterien erfahren Sie im Menüpunkt "Tipps"

Stellen Sie den Batterie-Empfänger möglichst mind. 10 cm von anderen metallenen Gegenständen entfernt auf. Der Empfang kann sich aber auch verbessern, wenn Sie den Empfänger in die Richtung des Senders drehen. Der Empfang kann sich auch verbessern, wenn der Empfänger um ca. 5 – 10 cm nach vorne oder hinten in die Richtung des Senders verschoben wird.

Es kann auch eine Verbesserung der Reichweite geben, wenn hinter dem Empfänger ein Drahtgeflecht oder eine Metallfläche in ca. DIN A5-Größe angebracht wird. So eine Metallfläche wirkt dann als Reflektor, wie damals bei den Fernsehantennen. Diese Fläche sollte dann ca. 10 cm hinter dem Empfänger befinden.

Wenn Sie einen Netzempfänger haben

Stecken Sie die Netzempfänger möglichst in eine Steckdose, die in der Nähe keine anderen metallenen Gegenstände hat, da diese die Reichweite vermindern können.

Sie können den Empfänger mit dem langen Teil auch nach oben gerichtet in die Steckdose einstecken. Manchmal empfängt er dann besser, als wenn das Teil nach unten zeigt.

Sie können auch versuchen mittels einer Verlängerungsleitung einen günstigeren Empfangsort zu finden. Bessere Empfangsbedingungen gibt es in der Regel unterhalb der Wohnraumdecke, weil sich in dieser Höhe weniger Gegenstände befinden, die die Funkwellen durchdringen müssen. Es bietet sich dann an, eine Steckdosenleiste auf einen Schrank zu legen und den Empfänger hier einzustecken.

Anschluss an Klingelanlagen

Da der Sender in der Regel direkt mit der Klingel in der Wohnung verbunden wird und damit seinen Strom aus der Klingelleitung erhält, sollte der Klingeltransformator (Klingeltrafo) auf mind. 8 Volt Wechselspannung eingestellt sein. Die dem Sender vorgeschaltete Elektronik macht daraus die nötigen 12 Volt-Gleichspannung. Eine Spannungsbegrenzung sorgt im Sender dafür, dass die Sendestufe nicht mehr als 12 Volt erhält. Bis zu 30 Volt Wechselspannung verträgt der Sender.

Durch den Übergangswiderstand an den Klingelknöpfen kann es sein, dass die Spannung an der Klingel nicht mehr mit 8 Volt ankommt. Dies kommt besonders dann vor, wenn die Klingelknöpfe der Witterung ausgesetzt sind und schon sehr alt sind. Bei Verdacht auf einen hohen Übergangswiderstand messen Sie die Spannung an der Klingel (nicht am Klingelknopf). Dann schließen Sie den Klingelknopf mit einer Drahtbrücke (z.B. Büroklammer oder ein kurzer Draht) kurz und messen die Spannung an der Klingel noch mal. Wenn die Klingelspannung jetzt höher ausfällt, dann ist der Klingelknopf nicht mehr gut.

Risiko
In seltenen Fällen werden auch Klingeln direkt mit 220 Volt betrieben.
Vorsicht: Lebensgefahr, der Sender darf daran nicht angeschlossen werden.

 

Ist die Spannung am Klingeltransformator nicht auf 8 Volt, sondern nur auf 5 Volt Wechselspannung eingestellt, so kommen am Sender nur ca. 8 – 10 Volt Gleichspannung an. Damit verbunden ist dann eine etwas geringere Reichweite. Abhilfe könnte hier ein elektronischer Gong schaffen. Der belastet den Klingeltrafo nicht. Der Klingeltrafo gibt dann seine um ca. 5 Volt höhere Leerlaufspannung ab, also ca. 13 Volt, so dass dem Sender damit genug Spannung zugeführt wird.

Sie können den Sender auch mit der höheren Leerlaufspannung testen, indem Sie die Klingeldrähte nur mit dem Sender verbinden. Dazu klemmen Sie die Klingeldrähte vorher von der Türklingel oder dem Türgong in Ihrer Wohnung ab. Sie können die Türklingel oder den Türgong auch dauernd abgeschaltet lassen, z. B., wenn die Reichweite des Senders erhöht werden soll oder wenn der Klang der Türklingel stört, oder wenn Sie oder das Baby durch die Klingel nicht geweckt werden möchten. Zusätzlich können Sie einfach den Funkgong-Empfänger ausschalten oder leiser stellen.

Anschluss an Türsprechanlagen

Hierbei ist der Sender in der Regel so hergerichtet, dass dem Sender aus der Türsprechanlage beim Klingeln eine geregelte Spannung von 12 Volt zur Verfügung steht.

Allgemeine Hinweise

Zwischen dem Sender und dem Empfänger sollten sich in der Funkstrecke wenig Mauern und Gegenstände befinden. Die Empfänger empfangen in der Regel am Besten, je höher sie angebracht sind, da Gegenstände in Fußbodennähe, z. B. Tische und Stühle die Reichweite mindern. Metallgegenstände sind ein starkes Hindernis für die Funkwellen. Dies gilt vor allem für Leichtbauwände, die innen ein Metallgeflecht haben. Dann kann schon nach  3 m der Funkgong schon nicht mehr reagieren.

Der Empfänger sollte so aufgestellt oder angebracht sein, dass die Sendewellen möglichst nicht schräg durch die Mauern müssen. Wenn der Sender bis in benachbarte Häuser oder Gartenhäuser senden soll, sollte der Empfänger im benachbarten Haus möglichst in ein Fenster gestellt werden, das freie Sicht zum Haus des Senders hat. Sie können den Empfänger auch auf einen Schrank stellen oder legen, wenn die Sicht zum Nachbarhaus dadurch nicht beeinträchtigt wird.

Tipps zur Ausrichtung

Auch der menschliche Körper beeinflusst die Reichweite, wenn er sich in unmittelbarer Nähe des Senders oder des Empfängers befindet.

Testsender

Wenn mit schwierigen Empfangssituationen zu rechnen ist, erhalten Sie kostenlos einen Testsender mitgeliefert. Dieser Testsender enthält eine Batterie und kann deshalb unabhängig von der Türklingel oder Sprechanlage zum Test der Empfänger benutzt werden. Macht man mit einem Testsender Reichweitentests, so sollte der Sender mind. 20 cm weg vom Körper gehalten werden. Die Hand soll dabei möglichst nicht den ganzen Sender umschließen. Die dem Batteriefach gegenüberliegende Seite des Senders sollte nicht von der Hand umfasst sein, da dort die Sendestufe liegt.

Wenn Sie Ihren Empfänger auf die Terrasse oder in den Garten mitnehmen, dann kann es sinnvoll sein, den Empfänger so hoch wie möglich zu positionieren, damit Gegenstände in dem Funkfeld nicht stören.

Die Wellenlänge (Wellenberg zu Wellenberg) des Senders beträgt bei der Frequenz von 433 Mhz ca. 70 cm. Deshalb kann es sinnvoll sein, den Empfänger im Grenzbereich der Reichweite bis zu 17 cm weiter vor oder zurück zu stellen, damit er im Maximum eines der beiden Wellenberge (positiver oder negativer Wellenberg) optimal empfangen kann.

Satellitenspiegel und Reflektoren

Wie bei den alten Fernsehgitterantennen kann auch hier ein Metallgitter hinter dem Sender und/oder Empfänger die Antennenwirkung verbessern. Sie können dazu ca. 8 bis 12 cm hinter den Geräten ein Metallgitter oder eine Alu-Folie oder ein Blech halten und die günstigste Wirkung ausprobieren. Starke Metallzäune in unmittelbarer Nähe können jedoch die Sendeenergie auch aufsaugen.

Mit einem Sattelitenspiegel erreichen Sie besonders gute Reichweiten, z. B. im weitläufigen Gartengelände. Dafür müssen Sie den Sender und oder den Empfänger möglichst in der Nähe des Brennpunktes des Spiegels befestigen. Probieren Sie den besten Ort im Spiegel für den Empfang aus. Für eine eventuelle Befestigung des Empfängers müssen Sie ein Material verwenden, das nicht aus Metall besteht. Möglichst Pappe, Kunststoff oder Glas.

Metallstücke oder Metallfolien, die sich näher als 4 cm am Sender oder Empfänger befinden, können die Sendefrequenz beeinflussen und damit die Reichweite verringern.

Funkstörungen (WLAN usw)

Die Reichweite kann auch durch den Amateurfunk vorübergehend beeinträchtigt sein, wenn ein Amateurfunker in der Nähe mit seiner Richtantenne im 70 cm-Band den Funksender abdeckt. Hier hatte ich es ca. 2 mal im Jahr gehabt, dass für Stunden alle meine Funkgongs nicht weiter als ca. 1 bis 3 m sendeten.

Auch einige alte Funkkopfhörer, die auf der gleichen Frequenz von 433 MHz senden, wie die Funkgongs, können die Reichweite stark beeinträchtigen. Auch aus dem Nachbarhaus heraus sind noch Beeinträchtigungen durch Funkkopfhörer möglich.

Auch WLAN-Netze können stören, wenn die WLAN-Sender Ihr Frequenzband nicht einhalten und zusätzlich auch außerhalb des vorgesehenen Frequenzbandes senden. Dies führt dann ebenfalls zur Verminderung der Reichweite. Schalten Sie dann mal vorübergehend Ihr WLAN aus und prüfen erneut die Reichweite. Ggf. hilft dann eine Abschirmung des WLAN-Routers durch einen Metallkasten, Drahtgitter oder Aluminium-Folie. Auf die Wärmeabfuhr muss allerdings geachtet werden und die Antenne des WLAN-Gerätes muss aber frei bleiben. Genügend Löcher von ca. 3mm Durchmesser sollten für eine gute Luftzufuhr reichen. Die Funkwellen kommen durch diese kleinen Löcher nicht durch.

Extrem hohe Reichweite

Sollte die Reichweite trotzdem nicht ausreichen und ein Defekt ist auszuschließen, so wären noch Funkgongs mit extrem hoher Reichweite möglich. Hierfür habe ich Funkgongs mit 300m oder 500 m Reichweite im Freien.

Möglich sind auch sogenannte Relaisstationen, die man sogar hintereinander schalten kann um damit unendlich lange Funkfelder aufzubauen. Hierfür bietet sich ein besonderer Mistral-Empfänger an, der über den nötigen Anschluss dafür verfügt. Fragen Sie ggf. bei mir nach, wenn Sie eine derartige Relaisstation benötigen.

Reichweitentests lassen sich am besten durchführen, wenn Sie den Empfänger in die Nähe des Telefons stellen und über das Telefon Ihr Handy anrufen. Dann entfernen Sie sich mit dem Testsender. Wenn sie jetzt den Sender betätigen, dann sollten Sie im Handy Ihren Funkgongempfänger hören können.

Bitte teilen Sie mir auch Ihre gemachten Erfahrungen mit.

Ich hoffe ich habe alle Tipps zusammen. Wenn etwas unklar ist, sprechen Sie mich bitte über das Kontaktformular an.

Auch für weitere Tipps oder Anregungen bin ich dankbar.

Ich übernehme aber keine Gewährleistung für die Richtigkeit meiner Angaben.

Viel Erfolg.

Grafik: Jürgen Buchert